Pressemitteilungen

HJS-DMSB Rallye Cup 2022 Nennportal ist geöffnet

- AvD Rallye Sachsen ersetzt Rallye Thüringen

- Pirelli Sonderwertung mit zusätzlichem Preisgeld

- Gemeinsame Wertung: HJS DRC & DMSB Rallye Cup


 

Der HJS DMSB Rallye Cup und der DMSB Rallye Cup werden ab 2022 gemeinsam gewertet. Mit der Einschreibung für beide Serien über das DMSB Portal ist die bisher differenzierte Wertung nicht mehr notwendig. Somit ist für eine deutlich bessere Vermarktung und Transparenz der Ergebnisse gesorgt.

Im Terminkalender gibt es Veränderungen in der Region Nord. Die Rallye Ostwestfalen zieht ihre Veranstaltung in den Mai vor, die AvD Rallye Sachsen, die nicht in den Kalender der Deutschen Rallyemeisterschaft aufgenommen worden ist, ersetzt die Rallye Thüringen, die von den Organisatoren für 2022 abgesagt worden ist. Der Endlauf, die 3. ADAC rthb Rallye 70 Hessisches Bergland, wird auf Wunsch der Teilnehmer als Tagesveranstaltung durchgeführt.

Mit dem Reifenhersteller Pirelli ist eine zusätzliche mit Preisgeld ausgestattete Sonderwertung vereinbart worden. Alle Teilnehmer, die sich um das Pirelli Preisgeld und weitere Sondervorteile bewerben wollen, müssen dies im Rahmen ihrer Nennung auf dem DMSB Nennportal entsprechend hinterlegen.

Mit den Organisatoren zur Youngtimer Rallye Trophy wurde eine Zusammenarbeit vereinbart, die noch in den nächsten Tagen finalisiert werden wird.

Die Einschreibung kann hier erfolgen:

https://www.dmsb-sport.de/Einschreibung_DMSB_Rallye_Cup__12902/

 

HJS DRC 2021: Kässer gewinnt, mathes bester junior

- 2. ADAC rhtb Rallye 70 Hessisches Bergland: Spannung bis zum letzten Meter

- HJS DRC: Tom Kässer erkämpft sich den Sieg knapp vor Oliver Bliss

- HJS DRC Junioren: Sekundenkampf bis auf die letzten Meter


Das gemeinsame Finale zum HJS DMSB Rallye Cup der Regionen Nord und Süd bei der 2. ADAC rthb Rallye 70 Hessisches Bergland hielt an Spannung alles, was vorher versprochen wurde. Der Nebel am Freitagabend rund um Melsungen stoppte die erste Prüfung und ließ beim zweiten Durchgang nur eine verkürzte Version zu. Vorentscheidungen konnten so in der Dunkelheit nicht fallen, alles konzentrierte sich auf die acht Prüfungen am Samstag. Nach der Bestzeit im Nebel gingen Thomas Lorenz / Tim Rauber im Škoda Fabia S2000 mit einem Vorsprung von 5,6 Sekunden auf die Samstagsetappe. Die eröffnete Konstantin Keil mit der Bestzeit im Citroën DS3 R3Tmax, mit den dann folgenden drei Bestzeiten eroberte sich Lokalmatador Stefan Göttig mit Co-Pilotin Natalie Solbach-Schmidt im Škoda Fabia R5 die Führung. Lorenz konterte mit drei weiteren Bestzeiten, musste sich aber im Ziel mit einem Rückstand von 11,8 Sekunden geschlagen geben, da schmerzten die 20 Strafsekunden für zwei Schikanen-Fehler umso mehr. 43 der 61 gestarteten Teams sahen die Zielrampe auf dem Markplatz in Melsungen.

 

HJS-DRC: Tom Kässer erkämpft sich den Sieg knapp vor Oliver Bliss

Nach den jeweils sechs Vorläufen in den Regionen Nord und Süd waren vor dem gemeinsamen Finale noch 14 Teams in der Lage, sich den Titel zu holen. Das aber nur, wenn die Teams an der Spitze patzen sollten. Vor dem gemeinsamen Lauf führte Oliver Bliss mit Co Fabian Peter im Mitsubishi Lancer die Tabelle an, mit dem Hauch von 0,4 Punkten Vorsprung. Tom Kässer / Stephan Schneeweiß hatten im Honda Civic Type R zudem die bessere Ausgangslage. Die Cup-Punkte werden klassenweise nach der Anzahl der dort gestarteten Starter vergeben. Bei 20 Startern in der Klasse NC3 würde Kässer ein zweiter Platz reichen, vorausgesetzt Bliss gewinnt die Klasse NC1, hier sind aber nur drei Teams angetreten.

Bis zur sechsten Prüfung lieferte sich Kässer einen spannenden Sekundenkampf um die Spitze in der Klasse, vier Teams wechselten sich in der Führung ab. Kässer lag vorne, als er in der sechsten WP abflog. „Bei gut 160 km/h hatten wir einen High-Speed-Dreher und schlugen in die Böschung ein. Das Auto ließ sich wieder starten und wir schafften es aus der Wiese herauszukommen. Aber der Civic war rundum demoliert und lief krumm wie ein Dackel“, erklärte Kässer. Das Duo fiel auf den vierten Platz zurück. Doch mit dem waidwunden Civic erkämpften sie sich den zweiten Platz, profitierten aber auch von dem Ausfall von Bernard Moufang, der damit in der Gesamt- wie auch in der Junior-Wertung alle Chancen verlor. „Das war die hektischste und härteste Rallye, die ich bislang gefahren bin. Das muss sich jetzt erst einmal setzen, dann kommt die Freude über den Sieg“ formulierte Kässer im Ziel.

Oliver Bliss hatte abgeliefert. Souveräner Sieg in der NC3 und Platz drei der Gesamtwertung, es reichte dennoch um 1,44 Punkte nicht. „Mehr konnten wir nicht tun, wir haben die für uns maximal möglichen Punkte geholt,“ so Bliss im Ziel. „Das war eine mega-geniale Rallye. Zu Beginn waren wir auch dicht an der Spitze dran. Nachdem aber der Vorsprung in der Klasse ausreichend war, haben wir etwas zurückgesteckt, um die Cup-Punkte nicht zu gefährden. Wir überlassen der Jugend gerne den Titel, genial, was die im Laufe der Saison geleistet haben.“

Auf den dritten Platz der Cup-Wertung fuhr Michael Mathes mit Co Julius Emmert im VW Golf, Mathes sicherte sich so die Junior-Wertung.

Gesamt-Vierte wurden Mike Melzer / Linus Noll im Suzuki Swift Sport durch den zweiten Platz in der NC4. „Das waren richtig schwierige Bedingungen, zudem waren die Nachmittagsprüfungen einfach nicht mein Ding,“ sagte er im Ziel. „Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Aber es ist wirklich toll, was Tom Kässer mit dem beschädigten Auto noch geleistet hat.“

HJS-DRC-Junioren: Sekundenkampf bis auf die letzten Meter

Auch der Junioren-Titel war heiß umkämpft und entschied sich erst auf den letzten Metern. Bernard Moufang war nach seinem Ausfall aus dem Rennen, René Noller hatte schon zu Beginn keine Chancen mehr. Da nur zwei Teams in der Klasse NC4 an den Start gingen, gab es nur die Hälfte der Punkte. Da nutzte auch der Klassensieg und der fünfte Gesamtrang im Opel Corsa Rally4 nichts.

Der Sieg bei den Junioren musste sich so zwischen Michael Mathes und Co Julius Emmert im VW Golf in der Klasse NC8 für seriennahe Fahrzeuge und Christopher Berghahn entscheiden, der mit Sarah-Marleen Storch im Opel Corsa A in der Klasse NC 4 antrat. Nach einem verpatzten Saisonstart – ein technischer Defekt verhinderte auch den Start beim Heimspiel der BuBi-Rallye – kämpfte sich Berghahn mit mehreren Klassensiegen wieder in die Reichweite der Spitze. Auch beim Finale ging der Sieg in der NC 4 an ihn. „Als wir in der vierten WP eine Zeitstrafe wegen einer Schikane bekamen, dachte ich schon das wars“, so Berghahn im Ziel. Bis zwei Prüfungen vor dem Ziel schien ihm der Titel sicher.

Mathes lag nur auf dem dritten Platz seiner Klasse. „Wir hatten in beiden Durchgängen der WP Malsfeld je einen Dreher. Die haben zusammen über eine Minute gekostet, ich dachte schon, das war es jetzt“, erklärte Mathes den Rückstand. Kurz vor Schluss führte seine Aufholjagd dann doch noch auf den zweiten Platz, der sicherte die zum Junior-Sieg erforderlichen Punkte. „Jetzt bin ich erleichtert, im Hinterkopf hatte sich doch ein gewisser Druck aufgebaut. Insgesamt können Julius und ich sehr stolz sein auf das, was wir in diesem Jahr erreicht haben.“ Für Berghahn gab es ein Trostpflaster: Aufgrund der unterschiedlichen Altersgrenzen wurde er beim DMSB als bester Junior geehrt.

 

Finale im hessischen Bergland

- 2. ADAC rhtb Rallye 70 Hessisches Bergland: Große Herausforderungen

- Die Spitze liegt vor dem Finale eng zusammmen

- HJS DRC Junioren: Noch fünf Youngster haben Chance auf den Titel


Hessisches Bergland 2019
Hessisches Bergland 2019

Nach den jeweils sechs Vorläufen in den Regionen Nord und Süd trifft sich die Familie des HJS DMSB Rallye Cup zum gemeinsamen Finale in Nordhessen. Bei der 2. ADAC rthb Rallye 70 Hessisches Bergland (12. – 13. November 2021) fallen die endgültigen Entscheidungen über Sieg und Niederlage und damit auch darüber, wer sich an dem Preisgeldtopf von 10.000 Euro bedienen darf.

Die Veranstaltung rund um Melsungen wartet zum Ende der Saison mit großen Herausforderungen auf die Teams. „Drei unserer Prüfungen sind echte Klassiker, sie wurden früher bei der Hessen-Rallye im Rahmen der Rallye-Europameisterschaft gefahren“, verrät Rallyeleiter Helmut Eberhardt. Zwei der Prüfungen werden bereits am Freitag absolviert, zumindest die zweite davon in vollkommener Dunkelheit. Am Samstag locken dann acht weitere WP. Nahe dem Rallye-Zentrum am Maxi-Autohof an der A7 bei Malsfeld liegt auch der bekannte Zuschauerpunkt mit Moderation. Die Programmhefte mit allen Infos gibt es für die Fans ebenfalls dort. „Wir appellieren an unsere Zuschauer, überall auf sich und andere zu achten und ausreichend Abstand zu halten,“ ergänzt Eberhardt.

Das Feld der 67 angemeldeten Teams wird vom Lokalmatadoren Steffan Göttig mit Co-Pilotin Nathalie Solbach-Schmidt im Škoda Fabia R5 angeführt. An der Seite von Dennis Rostek im VW Polo R5 sitzt diesmal Nachwuchs-Co Nico Otterbach. Armin Holz / Nico Eichenauer komplettieren im Peugeot 208 T16 die Riege der R5-Boliden. Weitere Teams haben ebenfalls ihre Begehrlichkeiten auf die Podestplätze angemeldet.

Oliver Bliss & Fabian Peter / by Sascha Dörrenbächer
Oliver Bliss & Fabian Peter / by Sascha Dörrenbächer

HJS-DRC: Die Spitze liegt vor dem Finale eng zusammen

Beim Finale gibt es die doppelte Punktzahl und die Spitze liegt nach den Vorläufen extrem eng zusammen – Beste Voraussetzungen für einen spannenden Saisonausklang. Rechnerisch können noch 14! Teams die Gesamtwertung gewinnen – Die Sieger stehen aber erst am Samstag ab 16.41 Uhr auf der Zielrampe in Melsungen fest.

 

Da die Cup-Punkte in den jeweiligen Wertungsklassen in der Relation zu den dort startenden Gegnern vergeben werden, ist die Anzahl der in der Klasse startenden Autos wichtig für die optimale Punktevergabe. Oliver Bliss reist mit Fabian Peter im Mitsubishi Lancer als Tabellenleader an, allerdings sind in der Klasse NC1 nur drei Autos genannt. „Unsere Chance stehen daher eher schlecht, andere haben bis zu 23 Klassenstarter, das gibt bei einem vergleichbaren Ergebnis deutlich mehr Punkte“, sagt der frischgebackene Saarlandmeister. „Ich gönne es jedem, der hier gewinnt, das heißt aber nicht, dass wir uns freiwillig schlagen lassen. Wir reisen hochmotiviert an und geben Alles. Entschieden ist der Cup erst, wenn alle im Ziel sind.“ Schmunzelnd ergänzt er: „und die gemeinsame ‚Prüfung‘ nach der Zielrampe wird sicherlich auch spannend und lang!“

Tom Kässer und Stephan Schneeweiß liegen nur 0,4 Punkte hinter Bliss, im Honda Civic Type R treten sie in der teilnehmerstärksten Klasse NC3 gegen weitere 22 Teams an. „Mit 23 Startern in der Klasse haben wir eine optimale Ausgangslage für eine gute Punkteausbeute“, sagt Kässer. „Wir werden schnell, aber mit der erforderlichen Vorsicht in den Freitag starten. Mit unserer Erfahrung bei Nacht können wir vielleicht schon einen kleinen Vorsprung herausholen. Dann müssen wir sehen, wie der Samstag läuft.“

Den vierten Gesamtrang vor dem Finale belegen Mike Melzer / Linus Noll im Suzuki Swift Sport, die Klasse NC4 ist mit 12 Startern ebenfalls gut gefüllt. „Wir wollen den Cup gewinnen. Dazu müssen wir alles geben und unsere Klasse gewinnen,“ ist die klare Ansage von Melzer. „Das wird nicht einfach, vor allem müssen wir ins Ziel kommen. Dazu haben wir unseren Swift nochmals komplett durchgecheckt.“ Der Einsatz wird sicherlich auch schmerzhaft. Bei Fitnesstraining stürzte er mit dem Mountainbike und zog sich eine Rippenprellung zu.

 

Michael Mathes & Julius Emmert
Michael Mathes & Julius Emmert

Noch fünf Youngster haben Chancen auf den Titel

So eng wie beim Kampf um den Gesamt-Cup geht es auch bei den Junioren zu. Die besten fünf Junioren haben zudem auch gute Chancen in der Gesamtwertung. Mit Michael Mathes / Julius Emmert reisen die Führenden der Junior-Wertung gleichzeitig auch als Gesamtdritte nach Melsungen. Sie starten mit ihrem VW Golf in der Klasse NC8 für seriennahe Fahrzeuge mit insgesamt fünf Teilnehmern. „Wir haben keine großen Erwartungen und konzentrieren uns nur auf uns selbst“, erläutert Mathes die Strategie. „Ein Titel hier oder eine Top-Platzierung wäre nur das I-Tüpfelchen auf eine für uns sehr positive Saison, in der wir unendlich viel Erfahrung sammeln konnten. Seit 2019 sind wir nicht mehr im Dunkeln gefahren. Wir versuchen am Freitagabend das Beste herauszuholen und dann quetschen wir am Samstag unseren Golf so richtig aus.“

Der 19-jährige René Noller geht mit Lisa Kiefer als Zweiter der Juniorwertung im Opel Corsa Rally4 an den Start, für die Klasse RC4 haben allerdings nur drei Fahrzeuge genannt. „Mein Ziel ist es, die Klasse zu gewinnen und in der Gesamtwertung so weit wie möglich nach vorne zu kommen. Für den Kampf um den Titel werden uns aufgrund der geringen Starterzahl die Punkte fehlen“, erläutert Noller. „Aber aufgrund der Nachtprüfungen und der zu erwartenden niedrigen Außentemperaturen wird es für alle sicherlich keine einfache Veranstaltung.“

Bernard Moufang und Co-Pilotin Lena Sophie Tippner freuen sich auf ihr nordhessisches Heimspiel. Im BMW 320i starten die aktuell Dritten der Junioren-Wertung in der mit 23 Teams am stärksten besetzten Klasse NC3. „Mit den Lokalmatadoren Sebastian Lang und Maurice Naumann sind zwei starke Piloten am Start, nicht zu vergessen Tom Kässer aus dem Süden. Deshalb können wir im Cup aus eigener Kraft wahrscheinlich wenig ausrichten“, vermutet Moufang. „Wir werden unser Bestes geben und wollen die Saison mit einem guten Resultat abschließen – mal sehen, was dann am Ende herauskommt.“

Hinter dem Junioren-Trio lauert aber auch noch Christopher Berghahn mit Co-Pilotin Sarah-Marleen Storch auf den Titel. In der starken zweiten Saisonhälfte hat er sich mit Klassensiegen bis auf 1,2 Punkte an Moufang herangefahren. Das wird sicherlich sehr spannend, schließlich startet er im Opel Corsa in der Klasse NC4 mit punktetechnisch optimalen 12 Startern.

 

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