Pressemitteilungen

Zweite Runde im Süden startet in Zerf

-ADAC Rallye Zerf am 31.07.2021: Kirmes- statt Oster-Rallye

-Wer wird gewinnen: Großer Andrang an der Spitze

-Es ist eng: Im HJS DMSB Rallye Cup geht es um jeden Zehntel Punkt

Wer über die Rallye in Zerf redet hat immer auch Ostern im Blick. Traditionell findet die Veranstaltung am Osterwochenende statt. Damit durch die Corona-Einschränkungen eine bessere Planungssicherheit herrscht, hat der MSC Zerf für 2021 statt Ostern den Termin zur Zerfer Kirmes am 31. Juli gewählt. Zwar muss die Traditionsveranstaltung auf Zuschauer verzichten, aber so kann der zweite Lauf des HJS DMSB Rallye Cup im Süden zur Freude der Teilnehmer überhaupt stattfinden. Die 59,01 Kilometer auf Bestzeit beinhalten 1,38 Kilometer mit losem Belag und verteilen sich auf sieben Wertungsprüfungen. 88 Teams haben ihr Kommen angekündigt.

 

Oliver Bliss bei der Rallye Kohle & Stahl 2020 / von: Sascha Dörrenbächer
Oliver Bliss bei der Rallye Kohle & Stahl 2020 / von: Sascha Dörrenbächer

Wer wird gewinnen: Großer Andrang an der Spitze.

An der Spitze des Starterfeldes gehen Dennis Rostek und Co Michael Wenzel in ihrem VW Polo R5 auf die Strecke. Sie haben die beiden ersten Cup-Läufe im Norden gewonnen und wollen diese Serie im Süden nun fortsetzen. Einen weiteren Polo R5 pilotierten Timo Bernhard / Marco Glasen. Rundstrecken-Profi Bernhard ist einer der erfolgreichsten Motorsportler Deutschlands und auch auf Rallye-Pisten immer für Top-Platzierungen gut. „Ich freue mich riesig, nach mehr als eineinhalb Jahren Pause endlich wieder eine Rallye zu fahren. Es geht vor allem um den Spaß am Fahren, ich nutze den Einsatz in Zerf aber auch als Vorbereitung für den Start beim DRM-Lauf zur Saarland-Pfalz-Rallye.“

 

 

Die Riege der R5-Boliden vervollständigen Daniel Földesch / Alexander Benning im Citroën DS3. Die Mitsubishi-Armada wird angeführt von Rainer Noller / Tanja Schlicht, Michael Bieg / Conny Nemenich und Oliver Bliss / Fabian Peter, die allesamt in die Spitze fahren können.Bei der Premiere des neuen Ford Fiesta Rally3 reichten Sandro Wallenwein / Marcus Poschner gut 220 PS aus drei Zylindern und Allradantrieb zum Sieg bei der Hunsrück-Junior-Rallye, dem Auftaktlauf im Süden. „Wir hatten bei dem Sieg natürlich auch etwas Glück und realistisch gesehen ist eine Wiederholung nicht möglich“, sagt der deutsche Rallye-Meister von 2011. „Aber inzwischen konnten wir uns bei einer Veranstaltung in Italien besser auf den Fiesta einschießen. Wir freuen uns riesig auf den Start in Zerf – und wie heißt es so schön: Nichts ist unmöglich.“ Auf den Asphaltpisten dürften auch die schnellen Fronttriebler ein Wörtchen bei der Vergabe der vorderen Plätze mitreden. Die Youngster Timo Schulz (Citroën C2R2), René Noller (Opel Corsa Rally4) und Max Reiter (Peugeot 208 R2) kämpfen in ihrer Klasse gegen Routiniers wie den Luxemburger Mike Souvigné in seinem Renault Clio R3.

 

Dennis Härle bei der Rallye Kohle & Stahl 2020 / von: Sascha Dörrenbächer
Dennis Härle bei der Rallye Kohle & Stahl 2020 / von: Sascha Dörrenbächer

Es ist eng: Im HJS DRC Rallye Cup geht es um jeden Zehntel Punkt.

Da die Punkte im HJS DMSB Rallye Cup in den einzelnen Wertungs-Klassen vergeben werden und sich die Höhe der Punkte an der Anzahl der Klassengegner orientiert, zählt im Cup jeder Zehntel-Punkt. Nach dem Auftaktlauf liegen die vier erstplatzierten Teams nur 0,69 Zähler auseinander. Tabellenleader Tom Kässer und der drittplatzierte Max Schuman starten in ihren Honda Civic Type R in der Klasse NC3. Sie bietet mit 20 Nennungen erneut die beste Möglichkeit auf eine umfangreiche Punkteausbeute. Mit den Gesamträngen zwei und vier bewiesen die beiden Honda-Piloten beim Auftakt, wie weit sie auch in der Gesamtwertung nach vorne fahren können. Oliver Bliss (Mitsubishi Lancer) auf Rang zwei nimmt es in der Klasse NC 1 immerhin noch mit elf weiteren Klassengegnern auf. Auf den vierten Zwischenrang fuhr sich Michael Mathes (VW Golf), der damit auch die Junior-Wertung anführt. Bei den Youngstern belegen René Noller (Opel Corsa Rally4) und Dennis Härle im Suzuki Swift Sport die folgenden Plätze. Der zweite Cup-Lauf rund um Zerf wird in der Tabelle sicherlich für einige Veränderungen sorgen.

 

Moufang baut führung im norden aus

-30. ADAC Rallye Butten un Binnen: Dennis Rostek siegt im VW Polo R5

-Zeichen gesetzt: Schnelle Jungs in ihren agilien Fronttrieblern

-In der Gesamtwertung & bei den Junioren vorn: Bernard Moufang

Dennis Rostek/Michael Wenzel von: Sascha Dörrenbächer
Dennis Rostek/Michael Wenzel von: Sascha Dörrenbächer

Das Militärareal im früheren IVG-Gelände machte seinem Ruf alle Ehre. Von den 80 gestarteten Teams der ADAC Rallye ‚Butten un‘ Binnen‘ sahen nur 47 das Ziel. Ausrutscher und technische Defekte auf den anspruchsvollen Asphaltsträßchen im größten ‚Rallye-Irrgarten‘ Deutschlands reduzierten das Starterfeld. Um den Sieg beim zweiten Lauf zum HJS DMSB Rallye Cup in der Region Nord gab es spannende Vergleiche. Die erste Bestzeit ging an Christian Lemke, den 21-jährigen Förderpiloten des ADAC Weser-Ems. Gemeinsam mit Co Jan Bemmann absolvierte er im Opel Adam R2 die Auftaktprüfung um den Wimpernschlag von 0,1 Sekunden vor Michael Bieg / René Meier im Mitsubishi Lancer. Lemke lag auf den vierten Gesamtrang, als er in der vierten von sechs Wertungsprüfungen (WP) von der Strecke rutschte und auf Rang 16 zurückfiel. Ein Rudel Rehe bremste Bieg aus, „zum Schluss kam noch ein kleines Kitz, das habe ich dann auch noch vorbeigelassen, bevor ich weitergefahren bin.“

 

Michael Bieg/René Meier von: Sascha Dörrenbächer
Michael Bieg/René Meier von: Sascha Dörrenbächer

Dennis Rostek, der gemeinsam mit Michael Wenzel im VW Polo R5 unterwegs war, haderte mit der Reifenwahl, „für die erste Runde waren die viel zu weich und dann rutschte ich in WP 3 auch noch zeitraubend in einen Notausgang. Insgesamt habe ich die erste Runde verschlafen.“ Im Zwischenziel lag Bieg 0,4 Sekunden vor Rostek. „Aber ganz ehrlich, mit einem Lancer kannst du nicht gegen einen R5 gewinnen“, erklärte Bieg. Die zweite Runde verlief für Rostek optimal. Mit einem Vorsprung von über eineinhalb Minuten sicherte er sich auch beim zweiten Cup-Lauf im Norden den Sieg. „Ich freue mich riesig mit der BuBi auch mein zweites Heimspiel gewonnen zu haben. Und bei den nächsten Läufen wird das R5-Feld deutlichen Zuwachs bekommen.“ Bieg war Zweiter, als er sich in der vorletzten WP bei einem Ausrutscher die Vorderachse beschädigte und Tempo rausnehmen musste. „In der Klasse hatten wir über eine Minute Vorsprung, deshalb wollten wir unbedingt ins Ziel kommen,“ und schmunzelnd ergänzte Bieg, „für meinen Co-Piloten René Meier war dies sein 100. Einsatz auf dem ‚heißen Sitz‘, dazu wollte ich ihm unbedingt den Klassensieg schenken.“ „Schöner kann ich mein Jubiläum kaum feiern“, strahlte Meier im Ziel.

Der Preis für die Zielankunft war mit Platz drei der Verlust des zweiten Gesamtranges, „ich weiß, es ist Jammern auf hohem Niveau, aber nach zwei Siegen und dem zweiten Platz im letzten Jahr ist Rang drei nicht gerade erfüllend“, ‚grantelte‘ Bieg dann doch ein wenig.

 

Bernard Moufang/Lena Sophie Tippner von: Sascha Dörrenbächer
Bernard Moufang/Lena Sophie Tippner von: Sascha Dörrenbächer

In der Gesamtwertung und bei den Junioren vorn: Bernard Moufang

Mit 18 Startern war die Klasse NC3 wieder am stärksten besetzt. Gute Voraussetzungen für eine optimale Punkteausbeute. Bernard Moufang und Lena Sophie Tippner standen in ihrem BMW 320i wie schon beim Auftaktlauf im Ziel ganz oben auf dem Podest. „Matthias Rathkamp war als Lokalmatador hier der absolute Favorit. Mit Platz zwei hinter ihm wäre ich sehr zufrieden gewesen“, erklärte der Youngster aus Nordhessen.

Als Rathkamp seinen Ford Fiesta dann mit einem Antriebsdefekt abstellen musste, gab es die vollen Punkte, in der Gesamtwertung wurde es sogar der beachtliche siebte Platz. „Diese Prüfungen sind eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Wer das wie Lena hier problemlos schafft, der hat seinen Job als Co-Pilotin richtig gut gemacht.“ Moufang baute seine Führung in der Cup-Gesamtwertung und auch in der Junior-Wertung weiter aus. „Das ist ein toller Zwischenstand, aber wir schauen weiterhin von Rallye zu Rallye, abgerechnet wird erst ganz zum Schluss.“ Hinter Moufang mit 19,46 Punkten rangieren Mike Melzer / Linus Noll (17,39 Punkte, Suzuki Swift) und Mirko und Patrick Dulleck (15,65 Punkte, VW Polo GTI) auf den weitern Cup-Plätzen.

Sie belegten die Plätze zwei und drei in der mit 12 Startern ebenfalls gut besetzten Klasse NC4. Der Sieg ging hier an Marco Thomas / Benedikt Preißmann, die im kleinen Citroën C2 auf den neunten Gesamtrang fuhren. Der Youngster gewann 2019 im HJS DMSB Rallye Cup sowohl die Gesamtwertung wie auch die Junior-Wertung.

 

Herausfordernde Mystik im Norden bei der BuBi

-Kompakter geht es kaum: 30. ADAC Rallye Butten un Binnen

-Der morbide Charme des Verfalls: Rallye im IVG Gelänge

-Youngster Bernard Moufang will Gesamtführung verteidigen

Kompakter kann man eine Rallye kaum gestalten: Die 30. Ausgabe der ADAC-Rallye „Butten un‘ Binnen“ umfasst gerade einmal 66,52 Gesamt-Kilometer bei einer Länge der Wertungsprüfungen von 60,96 Kilometern. Die Veranstaltergemeinschaft des AMC Asendorf und des AC Verden nutzen für den zweiten Lauf im HJS DMSB Rallye Cup der Region Nord dazu das sogenannte ‚IVG-Gelände‘, ein ehemaliges Militär-Areal. Verschlungene Asphaltwege, eine Kurve sieht aus wie die andere, es gibt kaum Orientierungspunkte, selbst bei absoluter Trockenheit sorgt der dichte Wald für Rutsch-Effekte: Das IVG-Gelände ist eine der Rallye-Herausforderungen schlechthin. Die scharfen Bordsteinkanten verzeihen keinen Fahrfehler, die unzähligen Reifenschäden ließen schon viele Hoffnungen zerplatzen. Hier kann aber mit einer schnellen und sauberen Fahrt auch der Grundstein zum späteren Sieg gelegt werden. Das stattliche Starterfeld mit 85 genannten Teams geht mit großem Respekt auf die Prüfungen, sie verbindet eine wahre Hass-Liebe mit dem IVG-Gelände. Dieses Areal wird während des Jahres fast nur für zwei Rallye-Veranstaltungen genutzt. Die Asphaltwege sind – da sie so selten befahren werden – voll Laub und Schlamm. Auch diesmal musste der Veranstalter mit 15 Personen und vier Traktoren dafür sorgen, dass der Asphalt auf den Wegen wieder zum Vorschein kommt. „Der Wald ist auf links gedreht, die Wege sind quasi komplett gefegt“, beschreibt Organisations-Mitglied Hartmut Falldorf den immensen Arbeitseinsatz.

 

Klei/Fritzensmeier bei der BuBi 2020
Klei/Fritzensmeier bei der BuBi 2020

Der morbide Charme des Verfalls: Rallye im IVG-Gelände.

„Es ist sehr mystisch, an diesen alten und teilweise zerstörten Gebäuden vorbeizufahren,“ beschreibt Dennis Rostek die besondere Atmosphäre. Die früheren Militärbauten zerfallen zusehends und die Natur erobert sie sich zurück. Sie bilden die einmalige Kulisse der Hatz um die Sekunden auf den engen Asphalt-Sträßchen. Die vom Veranstalter gefegten Wege bieten dennoch ein gehöriges Rutsch-Potential. „Hoffentlich hat der Veranstalter viele Vorauswagen, damit für uns die Ideallinie etwas frei gefahren wird“, spekuliert Rostek, der gemeinsam mit Co Michael Wenzel im VW Polo R5 das Teilnehmerfeld anführt. „Aber einer muss der Erste sein und ich freue mich riesig auf mein zweites Heimspiel.“ Erster Verfolger ist Michael Bieg mit Lea Klein im Mitsubishi Lancer. Bieg ist ein intimer Kenner des ‚Irrgartens‘ in der grünen Hölle des Nordens. 2020 wurde er Zweiter der Gesamtwertung, die beiden Jahre zuvor stand er ganz oben in der Ergebnisliste.

 

Moufang/Tippner bei der Holsten Rallye 2020
Moufang/Tippner bei der Holsten Rallye 2020

HJS DMSB Rallye Cup: Youngster Bernard Moufang will Gesamtführung verteidigen.

Die Besonderheit der Aufgabenstellung erweitert den Reigen der Favoriten. Aus der Mitsubishi-Armada mit Schütte / David, Christ / Krajewski, Beckmann / Jordan, Müller / Bettge oder den Altmeistern Petersen / Krabbenhöft ist jeder für eine Überraschung gut. Da im verwinkelten IVG-Gelände nicht zwingend das Maximum an Leistung gefragt ist, sind auch die schnellen Fronttriebler wie Knacker / Kremer, die Vorjahres-Vierten Lembke / Bemmann (beide Opel Adam R2), Keil / Fritzensmeier, Stephanie Zorn / Puls (beide Citroën DS3 R3T) oder Souvigné / Felke (Renault Clio R3) in der Lage in die Spitze zu fahren. Mit 18 Teilnehmern ist die Klasse NC3 erneut am stärksten besetzt. Hier ein gutes Resultat einzufahren, bedeutet gleichzeitig auch viele Cup-Punkte. Als Tabellenleader reisen die Nordhessen Bernard Moufang / Lena Sophie Tippner in ihrem BMW 320i an. Moufang, der gleichzeitig auch die Junior-Wertung anführt, sicherte sich hier im letzten Jahr den achten Gesamtrang. „Die IVG-Prüfungen sind ein Highlight der Saison aber auch eine Herausforderung, hier gibt es keinen Platz für Fehler“, freut sich Moufang auf den Klassen-Vergleich. Hinter den Lokalmatadoren Rathkamp / Knacker im Ford Fiesta ST warten hier auch seine nordhessischen Kollegen Maurice Naumann (Honda Civic), Christian Sier (BMW 320i) und Sebastian Lang im Ford Fiesta ST auf den Sekundenkampf.

 

gelungenes Comeback in ostwestfalen

-Nach 34 Jahren: Gelungenes Comeback der 29. ADAC Rallye Ostwestfalen

-Dennis Rostek gewinnt den Auftakt beim DMSB Rallye Cup im Norden

-Bernard Moufang ist bester Youngster und führt Cup-Gesamtwertung an

Der Auftaktlauf zur Saison 2021 im HJS DMSB Rallye Cup der Region Nord war für die ADAC Rallye Ostwestfalen ein gelungenes Comeback. Die inzwischen 29. Ausgabe der Traditionsveranstaltung fand genau 34 Jahre nach der letzten Rallye statt. „Wir waren vorher alle sehr aufgeregt, aber es hat richtig gut funktioniert“, zog Rallyeleiter Hans-Udo Weckheuer ein positives Fazit. „Die Zuschauer haben unsere Aufrufe respektiert und sind zuhause geblieben. Die Teilnehmer waren sehr diszipliniert und haben eine Wiederholung gefordert.“ Mit einem Schmunzeln ergänzte er: „Bis zur nächsten ‚Ostwestfalen‘ wird es nicht mehr so lange dauern, wir kommen nächstes Jahr wieder."

 

Dennis Rostek mit Michael Wenzel / Foto: Sascha Dörrenbächer
Dennis Rostek mit Michael Wenzel / Foto: Sascha Dörrenbächer

Dennis Rostek gewinnt den Auftakt beim HJS DRC Rallye Cup im Norden

„Das war eine super organisierte Veranstaltung, ein absolut würdiger Auftakt für den HJS DMSB Rallye Cup in der Region Nord“, bestätigte Dennis Rostek den Veranstalter. Zusammen mit Co-Pilot Michael Wenzel gewann der Bückeburger im VW Polo R5 souverän die ‚Ostwestfalen‘. Vom Start weg übernahm er die Führung, fuhr eine Bestzeit nach der anderen nur in der achten von neun Prüfungen hatte er einen kleinen Ausrutscher. „Es sieht von außen so einfach aus, wenn man quasi im luftleeren Raum eine Veranstaltung anführt. Alle erwarten, dass du gewinnst und ich war sehr aufgeregt. Mir ist es viel lieber, wenn ich um jede Sekunde kämpfen muss. Trotzdem hatten wir viel Spaß!“

Eine sensationelle Vorstellung lieferte Walter Gromöller mit Co Heiko Bender im Rallye-Oldie Opel Ascona 400. Auf der letzten Wertungsprüfung fuhr der Lokalmatador im Hecktriebler sogar die schnellste Zeit des gesamten Feldes. Der zweite Gesamtrang war der Lohn für diesen bemerkenswerten Auftritt. Eine gelungene Premiere im Citroën DS3 R5 lieferten Daniel Földesch / Alexander Bennig ab. Den ersten Einsatz im Turbo-Allradler beendeten sie mit Platz drei auf dem Podium.

 

Bernard Moufang mit Lena-Sophie Tippner / Foto: Sascha Dörrenbächer
Bernard Moufang mit Lena-Sophie Tippner / Foto: Sascha Dörrenbächer

Bernard Moufang ist bester Youngster und führt Cup-Gesamtwertung an.

„Das ist der genialste Saisonauftakt, den ich mir vorstellen kann“, strahlte der Nordhesse Bernard Moufang im Ziel. Gemeinsam mit Co-Pilotin Lena Sophie Tippner pilotiert er einen BMW 320i. Mit dem Sieg in der mit 19 Startern teilnehmerstärksten Klasse NC3 sicherte sich der 25-Jährige 9,74 Punkte. Damit auch Teams mit schwächeren Fahrzeugen Chancen auf den Sieg im HJS DMSB Rallye Cup werden die Punkte in den leistungsgerecht eingeteilten Klassen vergeben. Hier gilt: Je mehr Teilnehmer man hinter sich lässt umso mehr Punkte kann man gewinnen. Mit diesem Ergebnis führt Moufang nicht nur die Junior-Wertung klar an, er liegt auch an der Spitze der Cup-Gesamtwertung. Dabei war der Weg zum Klassensieg nicht einfach, im Ziel der ersten Prüfung wurde er nur auf dem dritten Rang notiert. „Nach der langen Pause musste ich erst einmal wieder den richtigen Rhythmus finden, zudem waren die oft engen Abzweige nicht ideal für meinen BMW.“ Doch der Youngster kam immer besser in Fahrt und übernahm mit mehreren Klassen-Bestzeiten in der achten von neun WP die Spitze. Der Vorsprung auf Maurice Naumann / Marc Wissemann im Honda Civic TypeR betrug im Ziel 7,7 Sekunden. Bei ihrem Kampf um den Klassensieg schoben sich Moufang und Naumann bis auf die Plätze elf und zwölf der Gesamtwertung nach vorn. Mit den 9,21 Zählern für den zweiten Platz in der Klasse NC3 sicherte sich Nauman auch den zweiten Platz in der Cup-Gesamtwertung. Der zweite Platz in der Klasse NC4 brachte Mike Melzer / Carolin Schröter in ihrem Suzuki Swift 8,64 Punkte. Das bedeutete gleichzeitig den dritten Cup-Platz in der Wertung nach dem ersten Lauf.

 

Der Norden startet in Ostwestfalen

-Start frei zur 29. ADAC Rallye Ostfestfalen am 02. Juli 2021

-Starterfeld verspricht spannende Kämpfe in allen Klassen

-Historie trifft Moderne: Demonstrationsfahren von "Slowly Sidewys"

Bei der ADAC Rallye Ostwestfalen startet am 03. Juli auch die Region Nord des HJS DMSB Rallye Cup in die Saison 2021. Beim ersten von sechs Nord-Läufen fallen die sportlichen Entscheidungen auf neun Wertungsprüfungen rund um Gütersloh mit einer Gesamtlänge von 66,27 Kilometern. Die Traditionsveranstaltung gibt es bereits seit 1964. Sie wurde nach Unterbrechungen immer wieder neu aufgelegt, inzwischen zählt man bereits die 29. Ausgabe. Die Teilnehmerliste war schnell gefüllt. „Wir führen die Veranstaltung unter Corona-Bedingungen durch, dazu gehört neben einem ausgereiften Hygienekonzept leider auch die Tatsache, dass keine Zuschauer zugelassen werden dürfen,“ erklärt Rallyeleiter Hans-Udo Weckheuer. Auf die Teilnehmer warte allerdings eine sportliche Herausforderung: „Wir bieten den Startern vier verschiedene Wertungs-Prüfungen, drei Sprints und einen Rundkurs, die jeweils doppelt absolviert werden, die erste WP wird zum Finale nochmals in entgegengesetzter Richtung gefahren.“ Die Prüfungen sind selektiv, führen über Kuppen, Brücken und Bahnübergänge – die Bahn nimmt sich während der Rallye eine Auszeit. „Die zweite WP ist dabei ein echtes Sahnestückchen“, freut sich Weckheuer. Fans der Rallye in Ostwestfalen sind auch die Anlieger, trotz der Einschränkungen freuen sie sich darauf, dass endlich mal wieder eine Rallye bei ihnen vor der Haustür vorbeiführt.

 

Dennis Rostek/Michael Wenzel - Foto von: Sascha Dörrenbächer
Dennis Rostek/Michael Wenzel - Foto von: Sascha Dörrenbächer

Starterfeld verspricht spannende Kämpfe in allen Klassen

An der Spitze der Nennliste mit 78 Teilnehmern stehen der Bückeburger Dennis Rostek und Co-Pilot Michael Wenzel, die in einem VW Polo R5 antreten. In den Reihen der R5-Piloten startet auch Heinz-Walter Schewe, der deutsche Rallye-Meister von 1976. Gemeinsam mit Co-Pilot Paul Dreiling bewegt er einen Škoda Fabia. Zu den Favoriten auf vordere Platzierungen zählt auch die Mitsubishi Armada mit Martin Schütte / Kerstin David, Michael Bieg / Lea Klein und Stefan Göttig / Natalie Solbach-Schmidt. Für eine Top-Platzierung sind auch Walter Gromöller in seinem heckangetriebenen Opel Ascona 400 und der Nordhesse Konstantin Keil zusammen mit Co Andreas Luther im frontangetriebenen Citroën DS3 R3T max immer gut. Vor allem in der Klasse NC3 mit 23 genannten Teams wird es sicher einen spannenden Kampf um die Plätze geben. Ein besonderes Augenmerk verdienen die Junioren, die innerhalb der Nachwuchsförderung im HJS DRS Rallye Cup starten.

 

Historie trifft Moderne: Demonstrationsfahren von ‚Slowly Sideways‘

In diesem Jahr gibt es erstmals eine Kooperation zwischen dem HJS DMSB Rallye Cup und der Interessengemeinschaft ‚Slowly Sideways‘. Die europaweit organisierte Gruppe hat sich der Pflege und Tradition historischer Rallyefahrzeuge verpflichtet. Sie sieht ihre Aufgabe darin, diese Fahrzeuge der „Goldenen Ära des Rallyesports“ den Fans im Rahmen von Demonstrationsfahrten ohne Zeitnahme zu präsentieren. Wolfgang Inhester, der die Slowlys-Einsätze im Cup organisiert, sagt: „Wir sind sehr zufrieden, erstmals als ‚Slowly Sideways‘ einen offiziellen Status bei Prädikatsrallyes in Deutschland zu haben. Wir freuen uns, bei ausgesuchten Läufen zum HJS DMSB Rallye Cup dabei sein zu können. Bei der Premiere sind elf historische Rallyeautos von acht verschiedenen Automarken am Start. Unser Ziel ist es, mit den Demonstrationsfahrten die Fans des historischen Rallyesports zu begeistern.“

 

HJS DMSB Rallye Cup: Sandro Wallenwein siegt beim Auftakt

-Hunsrück-Junior-Rallye: Anspruchsvolle Prüfungen sorgen für Überraschungen

-Tom Kässer (Honda Civic Type R) erster Gesamtführender im Süd-Cup

-Bei den Junioren sammelte Michael Mathes (VW Golf) die meisten Punkte

 

Wer sich gewagt hätte, auf dieses Resultat bei der Hunsrück-Junior-Rallye zu wetten, der hätte wohl machen Buchmacher zur Verzweiflung gebracht. Die drei von den 110 Startern als ‚richtig anspruchsvoll‘ gelobten Wertungsprüfungen mit einem 20%-igem Schotteranteil wirbelten das Feld gehörig durcheinander. Die herausfordernde Aufgabenstellung, verbunden mit der zumeist langen Wettkampf-Pause und individuelle Fahrfehler waren die Hauptgründe, dass 49 Teams die Zielflagge in Veitsrodt bei Idar-Oberstein nicht sahen. Oliver Bliss / Peter Fabian übernahmen in ihrem Mitsubishi Lancer 6 vom Start weg die Führung. Die Titelverteidiger Rainer Noller / Tanja Schlicht lagen nach der vierten von sechs Prüfungen in der Evo8-Variante des Lancer 10 Sekunden dahinter, Sandro Wallenwein und Co-Pilot Marcus Poschner hatten sich bei der Deutschlandpremiere des brandneuen Ford Fiesta Rallye 3 bereits auf den dritten Platz vorgefahren. Durch einen Reifenschaden in WP 5 verlor Noller alle Siegchancen und verzichtete auf die Weiterfahrt. Das Feld der über 15 Allradler mit Ambitionen auf Top-Platzierungen dünnte sich inzwischen mehr und mehr aus. Der frühere WM-Pilot und jetzige Grip-Moderator Niki Schelle lag zusammen mit Melanie Kalinke bei der Premiere im seriennahen Toyota Yaris GR immer in Schlagdistanz zur Spitze. Ein Reifenschaden verhinderte den möglichen Podiumsplatz.

 

Tom Kässer/Stephan Schneeweiß - von Jürgen Hahn
Tom Kässer/Stephan Schneeweiß - von Jürgen Hahn

Am Start der sechsten und damit finalen WP sah Bliss wie der sichere Sieger aus. Er führte mit einem Vorsprung von 47,5 Sekunden vor Wallenwein, dahinter folgen die Luxemburger Mike Souvigné / Lorine Duarte als beste Nicht-Allradler im Renault Clio. Lars Garten / Mandy Litzius im BMW M3 und die beiden Honda Civic Type R-Teams Max Schumann / Kevin Lennartz und Tom Kässer / Stephan Schneeweiß waren die direkten Verfolger. Doch die ‚Hunsrück-Junior‘ wirbelte auch beim Finale erneut alles durcheinander. Durch einen Reifenschaden verlor Bliss die Führung und fiel auf den sechsten Gesamtrang zurück. Den Sieg in der Klasse NC1 konnte er dennoch mit gut einer Minute Vorsprung auf die Markenkollegen Uwe Gropp / Niklas Lutter verteidigen. Das sicherte ihm wichtige Punkte in der Gesamtwertung des HJS DMSB Rallye Cup. Sandro Wallenwein fuhr mit der finalen Bestzeit zum Gesamtsieg. Bemerkenswertes am Rande: Der deutsche Rallyemeister von 2011 feierte, ebenfalls mit Poschner auf dem Beifahrersitz, im Jahre 2000 bei der Hunsrück-Junior seinen allersten Gesamtsieg (Mitsubishi Lancer Evo3). „Das ist doch eine geniale Quote: zwei Starts zwei Siege, wenn auch mit 21 Jahren Unterschied“, schmunzelte der Schwabe im Ziel.

 

Max Schumann/K.Lennarzt von Jürgen Hahn
Max Schumann/K.Lennarzt von Jürgen Hahn

Mit einer sensationellen zweiten Gesamtzeit schob sich Kässer beim Finale auch auf den zweiten Gesamtrang nach vorne. Max Schumann fuhr die drittschnellste Zeit und verbesserte sich hinter Garden auf Gesamtrang vier, dicht gefolgt von Souvigné. Nach gut 45 Minuten Gesamtfahrzeit auf den sechs Prüfungen lagen die Plätze zwei bis fünf innerhalb von gerade mal 2,7 Sekunden! Spannender geht es kaum. Mehr als beachtlich ist auch der neunte! Gesamtrang von Lokalmatador Marco Thomas mit Co Benedikt Preismann. Marco Thomas, der 2019 im HJS DMSB Rallye-Cup sowohl die Gesamtwertung wie auch die Junior-Wertung gewann, startet in einem Citroën C2 Challenge, nicht nur von der Größe, sondern auch von der Leistung her eines der kleinsten Sportgeräte im gesamten Feld.

 

Sandro Wallenwein/M. Poschner von Jürgen Hahn
Sandro Wallenwein/M. Poschner von Jürgen Hahn

Notiert: Das sagten die Sieger und Platzierten

Vor dem Start gab sich Wallenwein wenig zuversichtlich: „Der neue Fiesta Rallye 3 ist ein toller Einstieg in die Allradszene. Drei Zylinder, gut 220 Turbo-PS und Allradantrieb. Ein guter Lückenschluss zwischen den Fronttrieblern und den R2-Boliden. Ich habe allerdings seit drei Jahren keinen Wettbewerb mehr bestritten, hier absolvieren wir nur eine erste Eingewöhnungsfahrt.“ Im Ziel war er dann begeistert, „ich hätte nicht gedacht, dass drei Zylinder so viel Gewicht so schnell bewegen können. Das war ein sehr erfolgreicher Test, wir hatten im gesamten Team riesigen Spaß.“ Nach einer langen Leidensgeschichte mit vielen technischen Problemen im Civic lief es für Tom Kässer diesmal so richtig perfekt. „Im Ziel hatte ich eine Träne im Auge, nach so vielen Rückschlägen endlich eine perfekte Rallye. Der zweite Gesamtrang bei diesem tollen Starterfeld ist einfach nur genial. Einziges Problem waren gut 30 Sekunden Zeitverlust durch einen Reifenschaden zur Halbzeit. Weil die Technik diesmal so gut funktionierte, konnte ich mich endlich nur aufs Fahren konzentrieren.“ Sein Markenkollege Max Schumann hat die gleiche technische Leidensgeschichte hinter sich, „Tom und ich tauschen uns bei den Problemen immer wieder aus. Gemeinsam sind wir jetzt so weit gekommen. Natürlich habe ich mich im Ziel der letzten WP geärgert, dass mir Tom den Klassensieg doch noch vor der Nase weggeschnappt hat. Aber dann überwog schnell die Freude und der Stolz über das geniale Resultat und die damit verbundenen Meisterschaftspunkte. Das ist doch ein perfekter Start in die neue Saison.“

 

Tom Kässer (Honda Civic Type R) ist erster Gesamtführender im Süden

Die Führung in der Gesamtwertung des HJS DMSB Rallye Cup der Region Süd hat nach dem Auftakt Tom Kässer im Honda Civic Type R inne. Die Punkte werden klassenweise vergeben, eine wichtige Rolle spielt dabei die Anzahl der in der Klasse gestarteten Teilnehmer. Platz 1 bei 37 gestarteten Klassenkonkurrenten ergab fast unschlagbare 9,86 Punkte. Den zweiten Platz rettete Oliver Bliss, der mit dem Reifenschaden in der letzten WP zwar den Gesamtsieg verlor, aber den Sieg in seiner Klasse NC 1 noch sichern konnte. Dafür gab es bei 16 Gegnern 9,68 Punkte. In der stark besetzten NC3 erhielt Max Schumann für den zweiten Platz hinter Kässer immer noch 9,59 Zähler und lies damit in der Tabelle einige weitere Klassensieger mit weniger Gegnern hinter sich.

Bei den Junioren sammelte Michael Mathes (VW Golf) die meisten Punkte

Punktbester Junior der Region Süd beim Auftaktlauf wurde Michael Mathes, der gemeinsam mit Julius Emmert im VW Golf nach spannenden Kämpfen die seriennahe Klasse NC8 gewann. Mit dieser Platzierung sicherte sich der Youngster 9,17 Punkte. „Das war definitiv die härteste und herausforderndste Rallye die ich je gefahren bin. Ich bin richtig stolz darauf, dass mein Co Julius und ich vom Start bis ins Ziel voll konzentriert waren und immer nur so schnell gefahren sind, so dass auch unsere seriennahe Technik bis ins Ziel gehalten hat. Dieses Resultat macht uns nach der langen Pause richtig Spaß.“

Den zweiten Platz mit 7,0 Punkten erreichte René Noller, der mit Co-Pilotin Jennifer Lerch einen Opel Corsa Rallye 4 steuert. Bis zur letzten Prüfung lag der Youngster hinter Mike Souvigné auf dem zweiten Klassenplatz, in der Gesamtwertung auf dem beachtlichen neunten Rang. Doch auch hier war es ein Reifenschaden, der ihn in der Gesamtwertung weit zurückwarf, den zweiten Klassenplatz konnte er aber verteidigen. „Das sind bittere Erfahrungen, damit umzugehen, das gehört zum Lernprozess dazu,“ kommentierte Vater Rainer Noller. Den dritten Platz in der Zwischenwertung belegt Dennis Härle, der sich gemeinsam mit Co-Pilot Paul Gehbauer im Suzuki Swift 6,11 Punkte für den vierten Platz in der Klasse NC4 sicherte.

 

HJS DMSB Rallye Cup: Auftakt zur Saison 2021 im Hunsrück

-Endlich geht es los: 23. Hunsrück-Junior-Rallye am 12. Juni 2021

-Kurz erklärt: Der HJS DMSB Rallye Cup und die HJS DRC Juniorwertung

-Beeindruckende Quantität und Qualität im Starterfeld